Vergleich zwischen videobasierter Verkehrszählung und Rohrpost in NYC
Um die Leistungsfähigkeit von pneumatischen Straßenrohren mit der videobasierten Verkehrszählung zu vergleichen, führteTraffic Databankeine 72-stündige Studie an sieben Kreuzungen inNew York City durch. Dieser direkte Vergleich hat eindeutig gezeigt, dass die videobasierte Verkehrszählung in vielen Bereichen überlegen ist, darunter:
- Sicherheit der Techniker:Beim Ein- und Ausbau der Straßenrohre mussten sich die Techniker über längere Zeiträume hinweg Gefahren aussetzen, oft unter besonders gefährlichen Bedingungen; im Gegensatz dazu dauerte der Ein- und Ausbau jedes einzelnen Miovision Scout (Videoaufzeichnungsgerät) nur wenige Minuten und erforderte keinen Zugang zur Fahrbahn.
- Datengenauigkeit:Bei den Straßenrohren kam es zu einer chronischen Übererfassung (um 14 %) und einer akuten Untererfassung (um 35 %), was die Integrität der Daten der Verkehrsstudie erheblich beeinträchtigte; Miovision Scout wies keine Genauigkeitsprobleme auf und lieferte präzise Daten aus der Praxis.
- Nachprüfbarkeit:Normalerweise gibt es keine Möglichkeit, die Daten von „Road Tube“-Systemen zu überprüfen – vermutete fehlerhafte Daten müssen verworfen werden, und unbemerkte Fehler verfälschen den Datensatz; Miovision Scout liefert eine vollständig nachprüfbare Videoaufzeichnung (und wurde in diesem Fall eingesetzt, um die Daten des „Road Tube“-Systems zu überprüfen und die Ursachen für ungenaue Zählungen zu ermitteln).
- Kosteneffizienz:Das Verlegen und Entfernen der Straßenrohre war sechsmal teurer – und erheblich gefährlicher – als die Durchführung derselben Arbeiten mit Miovision Scout.
Durchführung eines objektiven direkten Vergleichs
Um einen objektiven Vergleich zu ermöglichen, installierte Traffic Databank Miovision-Scout-Geräte und pneumatische JAMAR-ATDR-Rohre, um an sieben stark befahrenen Kreuzungen in New York City (vier in Manhattan und drei in Brooklyn) eine 72-stündige Verkehrsstudie durchzuführen.
Da der Scout videobasierte Daten erfasst, konnte Traffic Databank das aufgezeichnete Material als Referenzquelle für alle Zählvergleiche nutzen.
Techniker vor Gefahren schützen
Trotz der Sicherheitsstrategien und -richtlinien, die fast alle US-Bundesstaaten eingeführt haben, kommt es laut derFederal Highway Administration(FHWA) nur allzu häufig zu Todesfällen durch Unfälle in Baustellenbereichen. Jedes Mal, wenn ein Techniker die Fahrbahn betritt, um Geräte zur Verkehrszählung zu installieren oder zu entfernen, ist diese Person einem erheblichen Risiko ausgesetzt.
In dieser Studie waren die Techniker aufgrund des extrem hohen Verkehrsaufkommens über den gesamten Tag hinweg gezwungen, die Rohrpostanlagen zwischen 22:00 Uhr und 02:00 Uhr zu installieren und wieder abzubauen. Während dieser Stunden mit eingeschränkter Sicht waren die Techniker während der durchschnittlich 30-minütigen Installationszeit 650 Fahrzeugen ausgesetzt.
Im Gegensatz dazu dauerte die Installation der Miovision-Scout-Geräte durchschnittlich 10 Minuten; vor allem aber erfolgen Installation, Demontage und Wartung der Scout-Geräte, ohne dass der Techniker die Fahrbahn betreten muss. Angesichts von Geräten wie dem Scout, die zuverlässige Video-Verkehrszählungen liefern, ist es ein unnötiges – und inakzeptables – Risiko, Techniker den Gefahren der Installation und Entnahme von Rohrpostsystemen auszusetzen.
Schaffung einer zuverlässigen Grundlage für die Verkehrstechnik
Straßenrohre erfassen, wenn das Überfahren von Fahrzeugachsen einen Luftimpuls erzeugt. Diese Impulse werden anschließend ausgewertet, um die Verkehrsbewegungen zu zählen. Durch den Einsatz mehrerer, im Abstand zueinander angeordneter Rohre lassen sich die Rohranlagen so konfigurieren, dass sie unterschiedliche Ausgabedaten liefern (z. B. Klassifizierung, Geschwindigkeit).
Die Videoklassifizierung, wie sie beispielsweise von Miovision angeboten wird, nutzt Videoaufnahmen des Untersuchungsortes als Grundlage für die Verkehrsanalyse. Moderne Systeme nutzen künstliche Intelligenz, um das Videomaterial auszuwerten, Fahrzeuge zu klassifizieren und Abbiegezahlen mit hoher Genauigkeit zu ermitteln – und das bei vollständiger Nachvollziehbarkeit.
Auch wenn Straßenrohre seit Jahrzehnten ein Markenzeichen der Branche sind, hat die Studie der Traffic Databank zweifelsfrei gezeigt, dass Video eine weitaus höhere Genauigkeit bietet. Die Überprüfung der Daten brachte zahlreiche Gründe für diesen Leistungsunterschied zutage.
In vielen typischen Situationen kommt es bei der Zählung mit Luftimpulsen zu einer Überzählung des Verkehrsaufkommens. Ein Vergleich der mit Luftimpulsen ermittelten Zählwerte mit den validierten Miovision-Zählwerten ergab, dass die mit Luftimpulsen ermittelten Fahrzeugzahlen im Untersuchungszeitraum um 13 % zu hoch waren. Die Auswertung der Videoaufnahmen ergab, dass die Hauptursachen dafür starke Verkehrsstaus, hohes Verkehrsaufkommen, niedrige Geschwindigkeiten oder das Vorhandensein von Lastkraftwagen (d. h. mit mehr als zwei Achsen) waren. Jeder dieser Faktoren hatte erhebliche Auswirkungen auf die Auswertung der pneumatischen Luftimpulse.
Wie aus der obigen Grafik hervorgeht, neigten die Rohrpostsysteme (blau) dazu, das Verkehrsaufkommen im Vergleich zu den tatsächlichen Werten (rot) zu hoch zu schätzen.
Geräteausfälle und andere Faktoren beeinträchtigen die Zuverlässigkeit der Zählung
Geräteausfälle (z. B. Defekte), Kommunikationsprobleme und die Unmöglichkeit, die Messschläuche während der gesamten Dauer der Zählungen ordnungsgemäß zu befestigen, sind allesamt Faktoren, die die Qualität der erhobenen Daten beeinträchtigen.
Da keine Fernkommunikation mit den Probenahmegeräten möglich ist, wird eine Beschädigung oder ein Losewerden des Probenahmegeräts erst dann bemerkt, wenn die Geräte wieder eingebracht werden oder ein Techniker den Probenahmestandort persönlich aufsucht.
Selbst im Rahmen dieser relativ kurzen Studie wiesen die im Straßenrohr installierten Messgeräte Störungen auf, die zu einer erheblichen Untererfassung des Verkehrsaufkommens führten:
- Ein Straßenwartungsfahrzeug fuhr an der Stelle vorbei und trennte die Druckluftleitung physisch ab
- Mehrfach parkten Fahrzeuge auf den Rohrleitungen und machten diese dadurch unbrauchbar – manchmal stundenlang. Im Gegensatz dazu traten bei den Miovision Scout-Geräten keine derartigen Probleme auf. Wäre dies doch der Fall gewesen, hätten Techniker die Störung aus der Ferne untersuchen können; selbst wenn ein Vor-Ort-Einsatz erforderlich gewesen wäre, hätten die Techniker die Fahrbahn nicht betreten müssen.
Wie aus dem obigen Liniendiagramm hervorgeht, kommt es bei den Rohrpostsystemen (blau) häufig zu Ausfällen, was sich in den plötzlichen und starken Einbrüchen bei den Fahrzeugzahlen widerspiegelt.
Rohre zersetzen sich schnell und sind witterungsempfindlich
Sowohl Witterungseinflüsse als auch Verschleiß können die Verkehrszählungen beeinträchtigen, insbesondere bei längeren Erfassungszeiträumen. Obwohl der 72-stündige Erfassungszeitraum von günstigen Wetterbedingungen profitierte, ist bekannt, dass die Leistungsfähigkeit von Straßenrohren bei schlechtem Wetter nachlässt. Zwar war diese Studie zu kurz, um Probleme aufgrund von allgemeinem Verschleiß zu verzeichnen (abgesehen von dem Wartungsfahrzeug, das das Rohr aus seiner Halterung riss), doch neigen Straßenrohre dazu, bei hohem Verkehrsaufkommen schnell zu verschleißen.
Überprüfung der Verkehrsdaten zur Gewährleistung genauer Zählungen
Um die Genauigkeit, Vollständigkeit und Gültigkeit der Verkehrsdaten aus Rohrpostanlagen zu bewerten, suchen Algorithmen nach Anomalien und kennzeichnen potenziell fehlerhafte Daten zur manuellen Überprüfung. Da es jedoch keine Referenzdaten zur Überprüfung der Daten gibt, bleibt leider kaum eine andere Möglichkeit, als die betreffenden Daten (unabhängig davon, ob sie fehlerhaft sind oder nicht) zu verwerfen. Langsam auftretende Fehler, wie die oben erwähnte Überzählung, werden nicht erkannt.
Im krassen Gegensatz dazu liefern videobasierte Verkehrszählungen eine überprüfbare Aufzeichnung (nämlich das Video selbst). Tatsächlich war es nur dank des Miovision Scout-Videos möglich, die Leistung der in dieser Studie verwendeten Straßenröhren objektiv zu bewerten und die Ursachen für ungenaue Zählungen zu ermitteln.
Mit Miovision lassen sich Videoaufzeichnungen überprüfen, um deren Richtigkeit sicherzustellen – sei es zur Untersuchung ungewöhnlicher Befunde oder zur Durchführung stichprobenartiger „Kontrollen“.
Missverständnisse rund um Rennradschläuche aufklären
Eines der häufigsten Argumente für Straßenmessschläuche ist ihre vermeintliche Kosteneffizienz. Aber stimmt das wirklich? Zwar lassen sich pneumatische Messschläuche als schnelle Methode zur Durchführung von Stichprobenuntersuchungen oder groben Verkehrszählungen an einer kleinen Anzahl von Standorten einsetzen (vorbehaltlich der zuvor erwähnten Ungenauigkeiten), doch erweisen sich umfangreichere Untersuchungen entlang von Verkehrskorridoren mit mehreren stark befahrenen Kreuzungen als besonders schwierig.
Da die Installation der Rohrpostanlagen direkt in der Fahrbahn mit erheblichen Eingriffen verbunden ist, ist eine effiziente Installation und Demontage dieser Anlagen bei größeren Studien nahezu unmöglich. Zudem dauert die Installation und Demontage in Zeiten mit hohem Verkehrsaufkommen länger, weshalb Arbeiten an den Rohrpostanlagen häufig in den Nachtstunden durchgeführt werden.
Obwohl das Hauptziel dieser Studie darin bestand, die Leistungsfähigkeit von Straßenrohren mit videobasierten Verkehrszählungen zu vergleichen, lieferte das Projekt dennoch überzeugende Belege, die die Auffassung widerlegen, dass Straßenrohre kosteneffizient sind. In der Praxis war die Installation und Demontage der Straßenrohre sechsmal teurer:
- Die Miovision Scout-Geräte wurden im Durchschnitt in weniger als 10 Minuten installiert und können von einem einzigen Techniker montiert werden; die Demontage dauerte sogar noch weniger lang
- Die Montage der Straßenrohre dauerte bei zwei Technikern durchschnittlich 30 Minuten
„Stellen Sie sich vor, man würde in dieser Stadt eine Erhebung an 50 Kreuzungen durchführen. Bei zwei Technikern pro Kreuzung bräuchte ich fast 100 Mitarbeiter, um die Installation und den Abbau der Zählgeräte durchzuführen.“
— Oumar Barro, Verkehrsdatenbank