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Orientierung in einer sich wandelnden Mobilitätslandschaft: Warum verifizierbare Video-Verkehrsdaten für moderne Städte unverzichtbar sind

Von: Miovision | 09. Juni 2026
Erfassung von Verkehrsdaten

Die moderne städtische Mobilitätslandschaft verändert sich schneller denn je, und die Verkehrslage hat erhebliche Auswirkungen auf unsere Lebensqualität im Alltag. Allein im letzten Jahr verloren Autofahrer in Nordamerika durchschnittlich 38 Stunden durch Verzögerungen in den Stoßzeiten, und weltweit haben die Verkehrsverzögerungen seit 2023 um 15 % zugenommen. Diese zunehmende Verkehrsüberlastung kostet die Städte jährlich Milliarden Dollar.

Erschwerend kommt hinzu, dass Fachleute im Verkehrsbereich mit äußerst unvorhersehbaren Verkehrsmustern konfrontiert sind. Der Wandel hin zu Remote- und Hybrid-Arbeitsmodellen hat die historisch typischen Trends in den Hauptverkehrszeiten grundlegend verändert. Gleichzeitig erleben Städte einen massiven Wandel in den Fortbewegungsgewohnheiten der Menschen; im Jahr 2024 erreichten die Fahrten mit Mikromobilitätsmitteln in Nordamerika einen neuen Höchststand und stiegen gegenüber dem Vorjahr um 31 %, wobei etwa ein Drittel dieser Fahrten die Nutzung von Personenkraftwagen ersetzte.

Um dieser dynamischen Situation gerecht zu werden und sie zu verbessern, benötigen Verkehrsexperten genaue und zuverlässige Verkehrsdaten, um Infrastrukturinvestitionen zu begründen und Staus zu reduzieren. Viele Städte stützen sich jedoch nach wie vor auf veraltete Erhebungsmethoden.

Die Tücken der herkömmlichen Verkehrserfassung

Herkömmliche Instrumente zur Datenerfassung – wie pneumatische Straßenrohre, manuelle Zählungen und Radar – haben Mühe, mit den Anforderungen moderner städtischer Umgebungen Schritt zu halten.

  • Arbeitsintensiv und unsicher: Die Installation herkömmlicher Rohrpostsysteme ist äußerst arbeitsintensiv und erfordert oft, dass Techniker sich direkt in den gefährlichen Straßenverkehr begeben. Zudem müssen sie häufig zu ungünstigen Nachtzeiten installiert werden.
  • Ungenaue Messungen im Stau: Herkömmliche Messgeräte haben bekanntermaßen Schwierigkeiten im Stop-and-Go-Verkehr, auf Schnellstraßen und auf mehrspurigen Straßen. Da sie während der Hauptverkehrszeiten häufig ausfallen, laufen Ingenieure Gefahr, gerade in den Zeiträumen, die sie am dringendsten untersuchen müssen, unzuverlässige Daten zu erhalten.
  • Nicht überprüfbare Ergebnisse: Der vielleicht gravierendste Mangel traditioneller Methoden besteht darin, dass sie nicht überprüfbar sind. Betrachtet man eine Tabelle mit den Rohdaten der gezählten Fahrzeuge, gibt es absolut keine Möglichkeit, zu bestätigen, was tatsächlich auf der Straße passiert ist, oder Unregelmäßigkeiten zu untersuchen.

Der Vorteil von Videos: Klarheit, Vertrauen und Überprüfbarkeit

Im Kern liegt der Vorteil videobasierter Verkehrsdaten darin, Vertrauen und Klarheit zu schaffen. Videos sammeln nicht nur Daten, sondern vermitteln auch das Gesamtbild hinter den Daten.

Videobasierte Lösungen ermöglichen es Städten, verifizierbare, multimodale Daten zu erfassen, mit denen Fußgänger, Fahrräder, Mikromobilität und Fahrzeuge mit einer Genauigkeit von bis zu 95 % verfolgt werden können. Die Implementierung ist unglaublich unkompliziert, unauffällig und wesentlich sicherer, da Techniker nicht auf der Fahrbahn stehen müssen. Vor allem aber können Ingenieure, wenn ein Datenpunkt ungewöhnlich erscheint, ganz einfach das Video aufrufen, um die Ergebnisse vor Ort zu überprüfen.

Der operative Unterschied ist eklatant. In einer kürzlich durchgeführten Studie in New York City an sieben stark befahrenen Straßenabschnitten verglichen Forscher videobasierte Zählungen mit Miovision-Scout-Geräten mit denen von Rohrpostsystemen. Die pneumatischen Rohre zählten aufgrund von Geräteausfällen, geparkten Fahrzeugen und Staus. Zudem waren für die Installation der Röhren zwei Techniker und 30 Minuten pro Standort erforderlich, während das Videoerfassungssystem von einem einzigen Techniker in nur 10 Minuten sicher installiert werden konnte.

Auswirkungen in der Praxis: Über die Tabellenkalkulation hinaus

Durch die Nutzung präziser Videodaten – die mit hochauflösender, leistungsstarker Hardware wie dem Scout Plus– können Städte ihre Abläufe optimieren und so messbare wirtschaftliche und ökologische Vorteile erzielen.

Im Burlington County, New Jersey, nutzten die Planer Videoaufnahmen der Abbiegemanöver und Fahrzeitstudien, um die Ampelschaltung entlang einer 5,5 Meilen langen Strecke neu zu synchronisieren. Diese gezielte Ampeloptimierung führte zu einer Verkürzung der Fahrzeit um 14 %, wodurch 154.000 Gallonen Kraftstoff eingespart, die CO₂-Emissionen um 3.000 Tonnen reduziert und den Verkehrsteilnehmern jährliche Einsparungen von fast 400.000 Dollar ermöglicht wurden.

Videotechnik eröffnet zudem völlig neue Ansätze für komplexe städtische Herausforderungen wie das Management des Straßenrandbereichs. Anstatt sich auf manuelle Beobachtungen vor Ort zu verlassen, die nur Momentaufnahmen erfassen, deckt die kontinuierliche Videoüberwachung ganzheitliche Muster auf. Städte können Spitzenauslastungen bei Lieferfahrzeugen, Ansammlungen von Mitfahrgelegenheiten und illegales Parken detailliert auf Fahrzeug- oder Parkplatzebene analysieren und so eine intelligentere Infrastruktur für die Zukunft konzipieren.

Bessere Planung erfordert bessere Daten. Durch den Umstieg auf überprüfbare Videoanalysen erhalten Entscheidungsträger die aussagekräftigen visuellen Belege und präzisen multimodalen Zahlen, die sie benötigen, um die Städte von morgen sicher zu gestalten.

 

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